Case Latine, Lama

Die Case Latine befindet sich ziemlich weit im Norden von Korsika. Da wir mit der Fähre von Sardinien kamen, mussten wir praktisch die gesamte Insel durchqueren. Eine lange Fahrt, aber nur so lernt man ein Reiseziel wirklich kennen. Auf Korsika hat uns vor allem der Wechsel von Traumstränden mit karibischem, grünen Wasser und den hohen, schroffen Bergen begeistert.

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Da wir die Küste ja schon gesehen hatten, war es natürlich naheliegend, für den zweiten Teil der Reise ein Hotel in den Bergen zu suchen. Mit der Case Latine hatten wir einen Treffer gelandet. Der Weg zum Hotel führt von einer Schnellstraße im Tal auf eine kleine Straße in Richtung Berge. Diese wiederum führt auf einen Feldweg. Und der Feldweg schlängelt sich lange Zeit den Berg hinauf. Irgendwann fragten wir uns trotz Navigationssystem, ob das wirklich sein konnte. Bis plötzlich hinter einer Kurve das ÖrtchSDIM1630en Lama erschien.

Die alten Häuser im korsischen Stil schmiegen sich an einen steilen Hang, durchzogen von winzigen Gassen. Dahinter erhebt sich ein eindrucksvolles Bergpanorama mit Blick bis zum Meer.

Die Case Latine liegt etwas abseits des Ortes, so dass man einen wundervollen Blick auf das pittoreske Dörfchen hat. Das Hotel selbst ist zwar relativ neu – aber durch die Verwendung von jahrhundertealten Materialien fügt es sich sehr harmonisch in die Gegend ein. Komplett aus Naturstein gebaut, wirkt es im warmen Sonnenlicht sehr einladend und gemütlich. Trotzdem ist es ein Designhotel. Sehr exclusiv und fein eingerichtet. Gerade das macht auch den Reiz aus. Über die Einrichtung und das Gebäude denkt man allerdings nicht mehr nach, wenn man zum ersten Mal die Terrasse betritt. Die Aussicht kann man eigentlich nur als magisch bezeichnen.

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Es gibt auch noch zwei kleine Pools. Die haben wir auch mehrfach genutzt – obwohl das im Oktober in den Bergen schon ziemlich erfrischend ist. Wir haben auch Lama ausgiebig bestaunt. Aber eigentlich freut man sich doch am meisten darauf, mit einem Buch auf der Terrasse zu sitzen und ansonsten gar nichts zu tun. Und das man sich so wunschlos glücklich fühlt, das schaffen wirklich die wenigsten Hotels.

http://www.caselatine.com

 

 

U Capu Biancu, Bonifacio

Nach einem kurzen Flug von Frankfurt nach Alghero auf Sardinien setzten wir direkt mit der Autofähre nach Korsika über.
Schon die Ankunft im Hafen von Bonifacio war ein echtes Erlebnis. Die riesigen Klippen ragen steil nach oben auf, während die Festung und die Stadt sich ganz oben bis an den Rand der Felsen drängen. Der Weg vom Hafen bis zur Stadt ist so steil, das unser kleiner Fiat 500 es beinahe nicht nach oben geschafft hätte.SDIM1363

Das Hotel liegt ca. 15 Minuten außerhalb der Stadt. Es ist so einsam gelegen, dass es nicht einmal eine richtige Adresse hat. Erst nach einem Anruf bei der Rezeption fanden wir die kleine Straße.
Das U Capu Biancu passt eigentlich nicht so richtig in diesen Blog. Es heißt ja “klein und fein”. Das Haus ist mit seinen 50 Zimmern eher mittelgroß. Fein ist es allerdings trotzdem. Es besteht aus einem wunderschönen, sehr offen gebautem charmanten Teil mit Rezeption, Pool und Restaurant. Hier fühlt man sich wirklich auf Anhieb wohl. Wenn man zum ersten Mal die Aussicht auf die kleine Bucht und die Klippen sieht, ist man schlicht überwältigt.
SDIM1376Der weniger charmante Teil enthält die Zimmer und Suiten. Auch hier ist natürlich alles schön gemacht – aber 50 Zimmer wollen auch irgendwie untergebracht sein. So kommt es eben zu den langen, dunklen Fluren die Assoziationen mit den bekannten Hotelkästen wecken. Die Zimmer selber sind natürlich sehr schön gemacht.
Wir hatten eigentlich die kleinste Kategorie gebucht, landeten nach einem Upgrade aber netterweise in einer Junior Suite. Die Einrichtung war für unseren Geschmack etwas zu gestylt. Das ist wohl auch der größte Unterschied zu den ganz kleinen Hotels, die wir sonst suchen. Während die Inhaber meist einen guten Geschmack haben und selbst einrichten, wurde das im U Capu Biancu offensichtlich einer Horde Innenarchitekten überlassen. Das haben sie auch ganz ordentlich gemacht – das Bad zum Beispiel ist ganz toll – aber manches sieht auch aus, wie aus einer Wohnzeitschrift.

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Das ist natürlich auf sehr hohem Niveau gejammert. Seine Zeit verbringt man sowieso nicht im Zimmer, sondern eher draußen auf der riesigen Anlage. Wobei eigentlich nichts angelegt aussieht, sondern das ganze Areal sehr bewachsen und naturbelassen ist. Die Lage ist einfach umwerfend, und so kann man hier sehr entspannt ein paar schöne Tage verbringen – zum Beispiel an der kleinen, privaten Badebucht.

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Eigentlich gab es nur einen echten Minuspunkt: Die Preise für Restaurant und Service sind eine Frechheit. Sieben Euro für einen Tee gehen einfach nicht. Hier macht man sich den guten Eindruck etwas zunichte. Zumal die Zimmerpreise (ab 200,-) völlig in Ordnung sind, wenn man etwas vergleicht.
Also am besten dort wohnen und zum Essen einfach woanders hingehen. Zum Beispiel ins wunderschöne Bonifacio.

www.ucapubiancu.com

Kasbah Tamadot, Asni

In diesem Blog geht es nicht um Sterne. Es geht nicht um Quadratmeter. Oder um Auflistungen von Serviceangeboten. Es geht vielmehr um besondere Orte, an denen man sich zu Hause fühlt. Oder noch besser: Um Orte, an denen man sich wohler fühlt als zu Hause. Zu letzterer Kategorie gehört die Kasbah Tamadot.
kasbah4Schon die Fahrt ins Atlas-Gebirge war ein Erlebnis. Über immer schmaler werdende Straßen lässt man den Trubel und die Hektik von Marrakesch hinter sich. Schon nach einer halben Stunde ist man nahezu alleine – von einigen Bauern mit ihren Eseln und den unvermeidlichen Mercedes-Taxen mal abgesehen. Die ersten Ausläufer der Berge beginnen schon ca. 45 Minuten von Marrakesch entfernt. Danach geht es immer weiter hinauf, vorbei an schroffen Felsen bis auf 1300 Meter. Man fährt durch das kleine Berberdörfchen Asni hindurch und erreicht nach ca. 5km die Kasbah Tamadot.

Kasbah2Kasbah bedeutet ursprünglich Zitadelle oder Festungsanlage. Und so sieht die ganze Anlage auch aus. Hohe Mauern umgeben das gesamte Anwesen. Große Tore aus eisenbeschlagenem Holz boten schon vor 100 Jahren Schutz vor Angreifern. Heute sperrt man damit vor allem den Alltag aus. Im inneren der Mauern kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Gebäude ist eigentlich gar nicht so riesig. Aber so verwinkelt, dass man hinter jeder Ecke etwas neues entdecken kann. Schattige Innenhöfe mit kleinen Brunnen wechseln sich mit kleinen und großen Terrassen ab. Überall wachsen Palmen, Orangenbäume und Rosen. Orientalische Ornamente, handgemachte Fliesen und eine Vielzahl von Kunstgegenständen runden das Bild ab.
Kasbah3Hinter dem Hauptgebäude befindet sich der Poolbereich. Hier ist das grandiose Bergpanorama besonders eindrucksvoll. Man kann sich einfach nicht sattsehen. Der große Pool hat angenehme 28 Grad. Der etwas kleinere Whirlpool ist gefühlt nahe am Kochtopf. Gemütliche Sonnenliegen oder die weißen Berberzelte laden zum verweilen ein. Egal für welchen Platz man sich entscheidet – nach einer Minute kommt ein freundlicher Kellner mit einer Flasche Wasser und frischen Früchten. Der Service ist wirklich toll. Die Menschen sind offen und herzlich. Ganz anders als in Marrakesch. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Personal hier sehr gut Englisch spricht. Die Sprachbarriere liegt ansonsten ja recht hoch in Marokko.
Kasbah1Das Hotel ist klein. Es besitzt nur 27 Zimmer. Viele Suiten befinden sich gar nicht im Hauptgebäude, sondern verteilen sich auf dem weitläufigen Gelände. Zum Beispiel gibt es luxoriöse Berberzelte, manche davon sogar mit privatem Pool. Dadurch wirkt die ganze Anlage sehr privat. Dass das Hotel ziemlich ausgebucht ist, merkt man eigentlich nur beim Essen. Im Restaurant ist jeder Tisch besetzt. Die Kasbah Tamadot ist eins der schönsten Hotels in denen ich je war. Nicht nur wegen der grandiosen Lage. Oder dem exzellenten Essen. Auch nicht wegen dem tollen Service oder den luxuriösen Zimmern. Sondern ganz einfach, weil hier alles passt. Echt, ungekünstelt und mit einer gehörigen Portion Patina. Überrascht hat mich vor allem das Publikum. Obwohl das Hotel wirklich teuer ist, laufen viele junge Leute in Shorts und Flip Flops herum. Die meisten bleiben wohl – wie wir – nur ein oder zwei Tage. Ein längerer Aufenthalt würde die Reisekasse dann doch arg strapazieren.

Kasbah Tamadot

La Villa Nomad, Marrakesch

Nomad1Es ist wieder November. Und wie jedes Jahr hatten wir wieder das Gefühl, man könnte noch einen Rest Sonne tanken um die nächsten Monate besser zu überstehen. Es sollte aber keine Fernreise werden, da nur noch eine Woche Urlaub übrig war.

Die Wahl fiel auf Marokko. Hier sind es aktuell mollige 30 Grad. Das ist zwar etwas wärmer, als zu dieser Jahreszeit üblich – aber wir sind natürlich nicht böse.
Wir starten in Marrakesch. Hier bleiben wir zwei Tage. Wir haben wieder nach einem kleinen, feinen Hotel gesucht. Und sind dabei auf die Villa Nomad gestoßen. Ein Riad ist sicher die stilechteste Unterkunft, die man hier finden kann. Und dieser hier ist wirklich besonders schön. Schön bedeutet allerdings nicht, dass man das Hotel jedem empfehlen kann. Man sollte auch eine Portion Abenteuerlust mitbringen.

Nomadneu2 Das liegt ganz einfach an der Lage. Das Hotel liegt – wie die meisten Riads – mitten in der Medina von Marrakesch. Hier ist es laut, hektisch und als Tourist wird man vor allem als laufende Geldbörse gesehen. Man braucht schon starke Nerven, um klarzumachen, dass man keinen Führer braucht, das Gepäck gerne selber trägt und auch nichts kaufen möchte. Als wir am späten Abend vom Flughafen kamen, setzte uns das Taxi auf einem kleinen, belebten Platz ab. In die eigentliche Medina kommt man nur zu Fuß, da die labyrinthartigen kleinen Gassen schlicht zu eng für ein Auto sind. Wir liefen dann einem Jungen hinterher, der uns den Weg zum Riad zeigen sollte. Als es immer dunkler, verfallener und lauter wurde, bekam man dann doch irgendwann ein mulmiges Gefühl. Der Eingang zum Riad – ein großes, schweres Holztor – liegt in einem stockdunklen Tunnel. Das letzte was wir hier erwartet hätten, ist ein Hotel.

Nomad2Der Kontrast ist wirklich unglaublich. Als das Holztor hinter uns ins Schloss fiel, waren wir übergangslos in einer anderen Welt. Draußen war Lärm, Hektik, Schmutz und Getümmel. Hier drin war nicht das kleinste Geräusch zu hören. Nur das leise Plätschern eines Springbrunnens. Im idyllischen Innenhof des Riads durften wir es uns erst mal bei einem frischen Minztee gemütlich machen, während die Rezeption die Formalitäten erledigte. Schon nach ein paar Minuten fragte man sich, ob man den Weg hierher nur geträumt hatte.
Der Riad ist wirklich wunderschön. Alles sieht aus, als wäre er gestern erst erbaut worden. Dabei ist er sicher einige hundert Jahre alt. Alles ist auf traditionelle Weise renoviert. Die handgemachten Fliesen, kunstvoll gearbeitete Lampen und die mit Tadelakt verputzten Wände wirken wie eine Zeitreise. Bis auf den Flatscreen an der Rezeption hat es hier wahrscheinlich vor 100 Jahren auch nicht anders ausgesehen.

nomadneu1Auch die Zimmer sind stilsicher und schön eingerichtet. Die vier Meter hohe Decke lässt alles sehr großzügig wirken. Es gibt auch noch ein kleines Schwimmbecken und einen Hammam. Auch eine großzügige Dachterrasse ist vorhanden. Hier ist ein bisschen schade, dass man an keiner Stelle einen Blick über Marrakesch hat. Trotzdem würden wir den Riad auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch, weil er recht günstig ist. Allerdings sollte man unbedingt den Transfer vom Flughafen zum Hotel mitbuchen. Es sei denn, man mag den Nervenkitzel und sucht das Abenteuer.

http://www.lavillanomade.com

Tuscany Forever

Eigentlich geht es in diesem Blog ja um kleine, feine Hotels. Allerdings waren wir gerade eine Woche in einer wunderschönen Ferienwohnung in der Toscana. Dafür mache ich mal eine Ausnahme.

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Die kleine Anlage liegt eingebettet in die sanften Hügel der Toscana. Direkt gegenüber – ca. 5km Luftlinie – liegt die malerische Stadt Volterra. Die Lichter von Volterra sind auch tatsächlich das einzige, das man in der Nacht sehen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass es mitten in Europa noch so unberührte Landschaften gibt.
Man hört hier auch tatsächlich keine Geräusche. Von einigen vorlauten Vögeln mal abgesehen. Autos oder Flugzeuge sieht man praktisch nie. Wenn man Abends auf der Terrasse mal die Scheinwerfer eines Autos sieht, ist es geradezu ein Event.

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Die Terrasse war hier auch mein persönliches Highlight. Man muss aus der Wohnung zwar einige Schritte laufen – aber dafür hat man das Gefühl, ganz alleine in der Natur zu sitzen. Da die Abende im Juli wirklich lauschig sind, verbringt man hier wirklich viel Zeit.
Tagsüber kann man natürlich Ausflüge in die pittoresken toskanischen Städchen machen. Das haben wir zwei Mal gemacht. Auch ans Meer kann man fahren. In einer Stunde Entfernung finden sich schöne, nicht zu touristische Sandstrände.
Allerdings mussten wir uns jedesmal aufraffen. Der Platz am Pool ist einfach zu schön. Hier kann man tatsächlich einen ganzen Urlaub verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. Gerade für Familien ist das einfach perfekt. Unser fünfjähriger hat jedenfalls ca. 6 Stunden am Tag im Wasser verbracht. Da in den drei Häusern der Anlage jeweils drei oder vier Wohnungen sind, waren auch genug Spielkameraden vor Ort. Überlaufen wirkte es jedoch nie.

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Die ganze Anlage ist erst vor ein oder zwei Jahren komplett renoviert worden. Und zwar mit sehr viel Liebe zum Detail. Alles ist sehr hochwertig und modern, die Möbel sind allesamt Designklassiker aus den 60ern. Trotzdem fügt sich alles sehr harmonisch in die toskanische Landschaft ein. Leider habe ich keine Fotos von der Wohnung gemacht. Aber auf der gut gemachten Internetseite kann man sich alles im Detail anschauen. Ich würde auch sehr empfehlen, direkt hier zu Buchen. Das ist nämlich viel günstiger, als über andere Seiten.

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www.tuscanyforever.it

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Can Simoneta, Canyamel

Das Can Simoneta kann man mit einigen Fotos nur sehr schlecht beschreiben. Das liegt daran, dass das Hotel kein Gebäude ist, sondern eine Ansammlung von vielen wunderschönen Plätzen in einem riesigen, parkähnlichen Gelände.
Es gibt insgesamt drei Hauptgebäude, die sich alle perfekt in den Park einfügen. Das Beachhouse liegt direkt am Strand, die anderen zwei Häuser stehen oben auf einer Klippe. Zwei Pools und drei über das Gelände verteilte Jacuzies ergänzen sich mit vielen weiteren, privaten Liegeplätzen zu einem wunderbar entspannten Ort. Dabei ist das Gelände so weitläufig, dass man von den anderen Gästen nur sehr wenig mitbekommt.

Die Lage ist spektakulär. Man blickt von einer 20 Meter hohen Klippe aus direkt aufs Meer. Im Hintergrund sieht sanfte Hügel und schroffe Berge. Überall stehen große Pinien und spenden Schatten. Unser persönliches Highlight war eine Treppe, auf der man direkt zum Meer heruntersteigen konnte. Hier gibt es eine kleine Grotte, in der das leuchtend grüne Wasser erstaunlich ruhig ist, während direkt davor das Meer in ursprünglicher Gewalt tobt. Wem das zu anstrengend ist, der kann einfach zum 250 Meter entfernten Strand von Calyamel laufen. Hier sieht es dann allerdings etwas eher aus, wie man sich das auf Mallorca vorstellt. Schön ist es trotzdem.

Das Can Simoneta führt einem wieder einmal vor Augen, wie absurd die Einteilung von Hotels in Sterne ist. Hier handelt es sich um ein vier Sterne Hotel. Allerdings ist es vermutlich eins der besten Hotels, in denen wir je waren. Guter Geschmack und Stil wird bei der Hotelkategorie scheinbar nicht berücksichtigt. Im Can Simoneta stimmt wirklich jedes Detail. Jede Oberfläche, alle Materialien und auch die Möbel passen perfekt.
Frühstück und Abendessen gibt es im Open Air Restaurant. Ein wirklich perfekter Platz. Man blickt über den Park auf das Meer und die Berge. Im September ist es auch Abends noch herrlich warm, so dass man die Aussicht lange genießen kann, ohne zu frieren. Wir können das Can Simoneta wirklich empfehlen. Ein wunderschöner Ort, und man ist buchstäblich in einer anderen Welt. Die einzige Frage, die sich stellt, ist an welchem der vielen lauschigen Plätze man seinen Urlaubstag verbringen möchte.

http://www.cansimoneta.com

Finca Hotel Can Estades, Calviá

 

Ein Hotel, wie man es sich auf Mallorca vorstellt – aber es war gar nicht so einfach zu finden. Finca Hotels gibt es eine ganze Menge. Allerdings nicht, wenn man kurzfristig im September bucht. Und auch nicht, wenn man ein bisschen Wert auf die Details legt.

Das Can Estades ist kein Luxushotel. Es ist nicht mal teuer. Man trägt seine Koffer selber aufs Zimmer, es gibt kein Restaurant, kein SPA und auch sonst nicht viel. Aber genau das ist das Schöne an diesem Ort: Er ist so herrlich unaufgeregt. Das lauteste Geräusch, das wir in drei Tagen gehört haben, war das Bellen eines Hundes.

Das Haus ist erst seit relativ kurzer Zeit geöffnet. Der Besitzer hat es 8 Jahre lang liebevoll renoviert. Man spürt, wie viel Wert auf die Materialien und die Details gelegt wurde. Stein und Holz verbinden sich zu einer ursprünglichen Architektur, die perfekt in die Landschaft passt.

Der schönste Ort ist der kleine Pool. Hier trennt sich ja bei Hotels oft die Spreu vom Weizen. Im Can Estades ist alles wunderbar gepflegt, sauber und herrlich entspannt. Da die meisten Bewohner der zwölf Zimmer tagsüber Ausflüge machen, ist man teilweise Stundenlang alleine und kann die Füße ins Wasser halten oder sich im ungeheizten Whirlpool erfrischen.
Die Finca ist eingebettet in eine hügelige Landschaft mit vielen Pinien, Palmen und anderen Bäumen. Überall blüht es. Abends sieht man nicht mal andere Lichter, so abgelegen ist es hier. Kaum zu glauben, da der Flughafen nur 20 Minuten entfernt ist.

Highlight des Tages ist das Frühstück. Auf der großen Terrasse der Finca hat man einen wunderschönen Blick und kann das tolle Buffet genießen. Viel frisches Obst, selbst gebackenes Brot und Honig und Marmelade vom Nachbarn. Besonders toll: Der frisch gepresste Orangensaft.
Wir können das Can Estades durch und durch empfehlen. Allerdings sollte man einen Mietwagen haben. Einzig die Betten dürften besser sein. Und auch die WLAN-Abdeckung ist nicht so toll. Die Betreiber meinten allerdings, dass viele Gäste genau darauf Wert legen :-)

www.can-estades.com