Landhaus Bärenmühle, Ellershausen

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Manchmal müssen es keine exotischen Orte in fremden Ländern sein. Ab und zu reichen auch zwei Stunden mit dem Auto, um in eine ganz andere Welt einzutauchen.
Die Bärenmühle liegt verwunschen und einsam am Rande des Kellerwalds. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch das idyllische Tal direkt an ihr vorbei. Man hört eigentlich nur das sanfte Gurgeln und Plätschern des Wassers. Selbst das Handy bleibt stumm. Empfang gibt es hier zum Glück keinen.

Die alte Mühle besteht aus drei Hauptgebäuden, in denen sich die Zimmer verteilen. Wir waren hier schon öfter, deswegen kenne ich einige davon. Jedes ist auf seine Weise charmant und einzigartig. Vom „Schäferstübchen“ bis zu „Heiners Himmelreich“ ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Das ganze Landhaus wurde auf wunderbare Weise in die Gegenwart renoviert. Die Substanz und der Charme der alten Mühle sind perfekt konserviert worden – und bietet trotzdem den Standard eines modernen Hotels der oberen Liga. Dabei fällt immer wieder die Liebe zum Detail auf. Sei es bei der Einrichtung, den Materialien oder auch in der Gastronomie. Hier ist jemand mit Geschmack und Stil am Werk. Die Bärenmühle erfüllt die Kriterien „klein&fein“ jedenfalls mit Bravour.

DP1Q2764Das Publikum besteht aus älteren Wanderern, verliebten Pärchen und Familien mit Kindern. Der gemeinsame Nenner ist die wundervolle Natur. Alle sind hier tiefenentspannt – und meilenweit entfernt vom Alltag. Das Gelände der Bärenmühle ist so weitläufig, dass man von anderen Gästen ohnehin nicht viel mitbekommt.

Mein persönliches Highlight ist der große Schwimmteich im idyllischen Garten der Bärenmühle. Hier haben wir viel Zeit verbracht. Besonders toll fanden wir die abendliche Sauna mit anschließendem Sprung ins frische Wasser. Kinder behaupten sogar, es wäre total warm. Natürlich mit Gänsehaut und Zähneklappern. Am Teich gibt es auch viele schattige Plätzchen, an denen man es mit einem guten Buch lange aushält.

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Die Bärenmühle liegt wirklich sehr abgeschieden. Man kann nicht einfach in die nächste Stadt zum Abendessen fahren. Und das muss man auch nicht. Das wunderbare Restaurant serviert echte kulinarische Highlights. Dabei kommen die meisten Zutaten aus nahegelegenen Bauernhöfen. „Natur pur“ ist hier wirklich wörtlich zu nehmen. Eine Fanta bekommt man hier zum Beispiel nicht. Das passt nicht ins Konzept.
Während abends vier Gänge kredenzt werden, gibt es Frühstück am Buffet. Natürlich auch mit leckeren Sachen aus dem Lengelbachtal. Und zwar bis 11 Uhr. Auch das trägt zur Entspannung bei. Übrigens gibt es auch einige Wohnungen mit Küche, sodass man sich das Geld für das Restaurant und das Frühstück theoretisch auch sparen kann. Gerade für Familien ist das eine interessante Alternative.

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In diesem Blog habe ich schon viele schöne Hotels vorgestellt. Die Bärenmühle möchte ich besonders ans Herz legen. Einige Tage hier sind ganz sicher erholsamer, als zwei Wochen Pauschalreise. Wir kommen jedenfalls ganz sicher wieder.

www.baerenmuehle.de

Grand Hôtel de Cala Rossa

Mit Luxus kann man sich schmücken. Oder damit angeben.
Heute schreibe ich über eine andere Art von Luxus. Es ist der, den man still genießt. Der die Seele erfreut. Willkommen im Grand Hôtel de Cala Rossa.cala1Natürlich ist das Cala Rossa ein waschechtes Luxushotel. Eines der Besten, in denen ich je war. Hier ist alles perfekt. Die Einrichtung, der Service, die Lage. Das gehört in dieser Klasse von Hotels einfach dazu. Aber das Cala Rossa bietet mehr. Hier ist der eigentliche Luxus die Privatsphäre, die Abgeschiedenheit und die absolute Ruhe.
Das Haus liegt an einem absolut idyllischen Privatstrand. Umgeben von jahrzehntelang gewachsenen Gärten. Zwischen Palmen und schattigen Pinien. Ein absolut magischer Ort. cala2

Der schönste Platz ist die weitläufige Holzterrasse, die fast bis ans Meer geht. Hier kann man sich den ganzen Tag aufhalten. Es gibt wundervolle Sonnenliegen und viele schattige Plätzchen. Im Hochsommer wird hier auch das Abendessen serviert. Mit frischen Zutaten aus dem eigenen Kräutergarten. Und mit einem Meerblick, der seinesgleichen sucht. Wenn im weichen Abendlicht die Berge zu sanften Schemen werden, will man den Blick gar nicht mehr abwenden.

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Direkt neben der Terrasse liegt der feinsandige Privatstrand. Und direkt davor das Meer. So kristallklar, frisch und sauber, wie man es eher in der Karibik vermuten würde. Nicht umsonst wird die Bucht als eine der schönsten der ganzen Insel gepriesen. Umso höher muss man bewerten, wie privat es im Grand Hotel de Cala Rossa bleibt. Übrigens haben nicht mal Moskitos die Chance, die Ruhe der Gäste zu stören. Es gibt ein hotelweites System zur Abwehr von Mücken. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Ganz selten knattert auch ein Helikopter über die Bucht. Echte VIPs können den Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände nutzen.

DP1Q1182Auch die Einrichtungen des Hotels sind über jeden Zweifel erhaben. Es gibt ein wundervolles SPA mit Hamam und einem großen, beheizten Indoor-Pool.
Im SPA bleiben keine Wünsche offen. Sogar einen eigenen Friseursalon gibt es. Und wer das hervorragende Essen wieder abtrainieren möchte, findet ein gut ausgestattetes Fitnessstudio vor. Ein zweites Restaurant für kühle Abende gibt es auch. Und sehr geschmackvolle, geräumige Zimmer. Hier hat man einen Blick in den schattigen, grünen Garten. Das Meer blitzt glitzernd zwischen den Zweigen hindurch. Und nach einigen Stunden am sonnigen Strand weiß man diesen Rückzugsort sehr zu schätzen. Zumal die Betten absolut perfekt sind.

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Und wo wir gerade bei den nützlichen Kleinigkeiten sind: Das Grand Hotel de Cala Rossa ist das erste Hotel, in dem das WLAN funktioniert. Und zwar bis in den letzten Winkel. Das schaffen nur die wenigsten Hotels. Und für mich ist das oft ein Ärgernis.

Ich war schon in vielen sehr guten Hotels. Manche davon sind auch in meinem Blog verewigt. Das Cala Rossa setzt bei den Strandhotels einen ganz neuen Standard. Gerade weil es den Luxus nicht so vordergründig in Szene setzt – sondern ihn ganz beiläufig inszeniert. Mit viel Natur, schöner Patina, perfektem Service und Designer-Möbeln, die nicht wie Fremdkörper aussehen. Ein absolut harmonisches Gesamtkunstwerk mit viel Liebe zum Detail.

cala4Wir waren leider nur zwei Tage hier. Am liebsten wäre ich den Rest meines Lebens geblieben. Heute werden wir den Abend auf der wundervollen Terrasse ausklingen lassen. Und versuchen, uns dieses Bild für immer einzuprägen.

www.hotel-calarossa.com

 

Hôtel Demeure Castel Brando

Manche Häuser haben eine Seele. Man spürt es sofort, wenn man sie zum ersten Mal betritt. Auch im Castel Brando spürt man den Hauch der Geschichte. Erbaut wurde es bereits im Jahre 1853. Und der Charme des alten Herrenhauses ist bis heute erhalten geblieben.

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Das Highlight des Castel Brando ist der schattige Innenhof: Üppig eingewachsen, gesäumt von ehrwürdigen Palmen und mit einem uralten Olivenbaum im Mittelpunkt. Hier kann man die korsische Mittagshitze gut überstehen. Auch das Frühstück findet hier DP1Q2454blogstatt. Das ist reichhaltig und lecker, muss aber leider zusätzlich bezahlt werden. Gegen Abend wird der Hof dann immer leerer. Das liegt vor allem am Fischerdörfchen Erbalunga.

Direkt gegenüber vom Hotel beginnt die quirlige, bunte Altstadt mit dem schönen, kleinen Hafen. Abends ist es hier wirklich herrlich, wenn man bei einer leichten Brise über den großen Platz bis zum Meer flaniert.
Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb das Castel Brando kein eigenes Restaurant besitzt. Die Möglichkeiten für ein leckeres Abendessen direkt am Meer sind in Erbalunga einfach zu vielfältig. Natürlich gibt es vor allem frisch gefangenen Fisch in allen Variationen. Das Dörfchen besitzt auch einen kleinen Kiesstrand. Für eine kurze Abkühlung im Meer ist das schön. Aber wer Strandurlaub im Sinn hat, ist hier am falschen Ort.
Auf Wasser muss man im Castel Brando dennoch nicht verzichten. Es gibt gleich zwei Pools, wobei der Größere mit einem tollen Blick auf die Berge besticht. Wem das Wasser noch nicht warm genug ist, der kann sich im benachbarten Jucuzzi gar kochen.
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Das Hotel hat ca. 40 Zimmer. Die verteilen sich sehr unauffällig auf vier Gebäude, die in einigem Abstand auf dem Gelände stehen. Am besten fragt man nach einem Zimmer im Haupthaus. Das ist am stilvollsten. Wobei das Anwesen generell perfekt renoviert und in bestem Zustand ist.

Das Castel Brando ist für uns ein eher untypisches Hotel. Wir mögen es ja eigentlich eher ruhig und abgeschieden. Hier ist man mitten im Leben. Das soll aber keine Wertung sein. Wer ein bisschen korsisches Flair schnuppern möchte, der ist in Erbalunga genau richtig. Man nennt es auch nicht umsonst das Tor zum Cap Corse. Die Küstenstraße, die hier beginnt, ist eine der schönsten, die ich je gefahren bin.
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www.de.castelbrando.com

 

Grimsel Hospiz, Guttannen

Man hat ja heutzutage eigentlich schon alles gesehen. Umso erstaunlicher ist es, die Region rund um den Grimsel-Pass zu entdecken. Die Gegend ist geprägt von schroffen Gipfeln, felsigen Hängen, karger Vegetation und äußerst wechselhaftem Wetter. Das Ganze ist in seiner Wucht so ungewohnt, dass man genauso gut auch auf einem fremden Planeten sein könnte.

Grimsel Hospitz neu

Die steilen Berge bieten optimale Vorraussetzungen für die Nutzung der Wasserkraft. Die Schweizer haben das auch ausgiebig genutzt. Rund um den Grimsel reiht sich ein Stausee an den anderen. Rein technisch sind das untereinander vernetzte Pumpspeicherbecken. Aber niemand, der hier steht, wird das technisch betrachten können. Die Wucht der Eindrücke fegt einen geradezu hinweg. Dazu passt, dass es auch im Juli nur 11 Grad auf dem Thermometer sind. Eisige Bäche stürzen von allen Seiten in die Stauseen. Wasserfälle, so weit das Auge reicht.

Das Grimsel-Hospiz thront auf einem gewaltigen Felsen inmitten eines Stausees. Auch der Weg zum Hospiz führt über die Staumauer. Allein die Anfahrt ist daher schon ein Erlebnis. Wenn man das Gebäude zum ersten Mal sieht, dann wird auch sofort klar, wie es fast 100 Jahre überdauern konnte: Wie eine massive Trutzburg erhebt es sich über den Felsen und die Seen. Ein menschliches Bollwerk gegen die Widrigkeiten der Natur.

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Drinnen sieht die Welt ganz anders aus. Gemütlich, warm und sicher. Der pfeifende Wind muss draußen bleiben. Auch der Empfang ist warm und herzlich. Da das Grimsel-Hospiz in der deutschen Schweiz liegt, haben wir auch keine Verständigungsschwierigkeiten.

 

Das Haus ist 2010 komplett saniert worden. Alles sieht aus wie neu und ist in bestem Zustand. Allerdings ist auch Wert darauf gelegt worden, der Geschichte Tribut zu zollen. So ist dann auch alles durchgängig mit Stein und Holz gebaut. Massive Dielen auf dem Boden, An vielen Stellen schwarzer Schiefer. Viele Möbel aus schwerem, dunklen Holz. Besonders gut haben mir die Lampen gefallen. Man kann bei den meisten nicht sagen, ob sie aus diesem Jahrhundert stammen – oder aus dem letzten. So geht es einem an vielen Stellen des Hotels. Alles fühlt sich zeitlos und hochwertig an. Toll gestaltet, gemütlich und absolut geradlienig. Schweizer Design eben.

Ich kann das Hotel uneingeschränkt empfehlen. Preislich ist es gehoben, aber noch bezahlbar. Wir sind ja immerhin in der Schweiz. Ich würde sehr gerne irgendwann mal im Winter hierher fahren. Das wäre sicher noch eindrucksvoller. Zu erwähnen wäre noch, dass die Passstrasse zum Grimsel wirklich wunderbar ist. Für Motorradfahrer ein absolutes Muss. Auch mit dem Cabrio ist es eine der schönsten Strecken.

Schweiz Sommer 2010

Link zum Grimsel-Hospiz

Masseria Susafa, Polizzi Generosa

Ein guter Ort. Mehr muss man eigentlich nicht sagen, um die Masseria Susafa zu beschreiben. Und das ist gleichzeitig auch das größte Kompliment, das man einem Hotel machen kann. Es gibt nämlich nur sehr wenige wirklich gute Orte auf der Welt.
DP1Q1087Die Anfahrt ist abenteuerlich. Eine kleine Straße, die sich zwischen hohen Bergen entlangschlängelt, ist eigentlich eher eine Ansammlung von Schlaglöchern, zusammengehalten von etwas Beton. Für alle, die es wirklich einsam wollen: Willkommen in Susafa. Wobei ich nicht herausbekommen habe, ob Susafa der Name eines Ortes ist. Oder eines Landstriches. Hier ist nämlich absolut nichts, außer der Masseria. Der nächste Ort ist 30 Minuten entfernt.

DP1Q1022Das Hotel selbst ist ein großer, alter Bauernhof. Es gibt etwas mehr als zehn Zimmer und eine wahrhaft gigantische Halle mit gemauerten Bögen. Hier findet man das hervorragende Restaurant. Essen kann man natürlich auch draußen, in einem lauschigen Innenhof. Überhaupt ist die ganze Anlage sehr weitläufig und abwechslungsreich. Es gibt eine Menge schöner Plätze, an denen man es lange aushält. Direkt vor den Zimmern sind Grünflächen mit Hängematten und Sonnenliegen. Es gibt einen schönen kleinen Pool und eine hübsch eingerichtete Bar in einer ehemaligen Scheune.
DP1Q1056Der schönste Platz ist allerdings der Turm. Auf dem weitläufigen Flachdach kann man unter weißen Sonnensegeln am besten die Aussicht genießen. Der Platz, an dem die Masseria Susafa steht, ist geschickt gewählt. Man kann in drei Richtungen bis zum Horizont schauen. Nichts behindert den Blick über die Berglandschaften. Das einzige Geräusch, das man dabei hört, sind die allgegenwärtigen Kuhglocken. Ein bisschen wie die Schweiz auf 2000 Meter – aber mit Palmen.

Die Masseria Susafa ist ein einfaches Hotel. Nicht übertrieben schick, auch nicht bemüht modern, sondern echt, authentisch und harmonisch.

DP1Q0996Die Besitzer haben das Hotel liebevoll renoviert. Und dabei nur Materialien und Möbel verwendet, die wirklich in die Landschaft passen. Dass die Masseria ein günstiges Hotel ist, fällt nur an wenigen Stellen auf. Vor allem im Bad. Mit den dunkelbraunen Fliesen sieht es ein bisschen aus, als hätte man es vor 30 Jahren eingebaut. Ansonsten könnten die Sizilianer ein wenig mehr Sorgfalt beim verlegen Ihrer Leitungen an den Tag legen. Das ist uns aber auch schon im letzten Hotel aufgefallen. Vielleicht ist das hier einfach so.

Zusammenfassend kann man sagen: Wenn man nach einem Luxushotel sucht, ist man hier falsch. Wenn man sich einen guten, ehrlichen Ort wünscht, an dem man wirklich mal abschalten kann, dann sollte man unbedingt einige Tage hier verbringen.

www.masseriasusafa.com

Casa Talia, Modica

Es gibt zwei Arten von Hotels in diesem Blog: Die, aus denen man nie wieder ausziehen möchte. Und die, die so beeindruckend sind, dass man zumindest mal eine Nacht darin bleiben sollte. Die Casa Talia gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

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Dass uns hier zwei Nächte gereicht haben, liegt eigentlich nicht am Hotel, sondern an der Lage. Die ist gigantisch. Beeindruckend. Überwältigend. Aber es ist eben ein Stadthotel. Und das passt nicht zu 100% in mein Beuteschema. Eigentlich suche ich ja nach der ultimaten Ruhe.

blogUnsere Entscheidung für die Casa Talia hatte zwei Gründe: Zum einen die Nähe zum Flughafen Comiso und zum anderen das kleine barocke Städtchen Modica. Es ist eine ganz eigene Atmosphäre, die diese kleine sizilianische Stadt auszeichnet. Man könnte es fast morbiden Charme nennen. Jahrhundertealte Häuschen schmiegen sich an die steilen Hänge und Schluchten. Nur unterbrochen von engen, dunklen Gassen. Man fühlt sich stellenweise wie ein Zeitreisender. Und man sollte eine halbwegs gute Kondition haben. Nachdem wir zwei Mal von der Casa Talia ins Tal gelaufen waren, überlegten wir tatsächlich, ob man abends wirklich etwas essen muss.

DP1Q0760Das war auch der größte Nachteil des kleinen Hotels. Eigentlich kann man es gar nicht so richtig als Hotel bezeichnen. Es gibt keine Rezeption, kein Restaurant, keine Bar. Nur Frühstücken kann man. Und das wirklich ganz hervorragend.
Normalerweise ist ein fehlendes Restaurant kein Grund für einen Punktabzug. Das Hotel liegt jedoch ganz oben auf einem steilen Berg. Und einkaufen oder essen kann man nur unten im Tal. Das Problem ist, dass man nach dem Abstieg irgendwann auch wieder hinauf muss. Und das ist extrem schweißtreibend.

DP1Q0758Aber man kann ja niemals alles haben. Dafür bekommt man eben die absolut grandiose Aussicht. Man kann auf einer der vielen kleinen Terrassen wirklich problemlos den ganzen Tag verbringen. Jedes Mal, wenn du von deinem Buch hochschaust, bist du auf´s Neue hin und weg von Modica.

DP1Q0804Das Hotel selbst besteht aus vielen kleinen verstreut liegenden Häusern und Gärten. Wir haben in unseren zwei Nächten kaum einen anderen Gast gesehen. Obwohl das Hotel ausgebucht war, fühlte es sich nicht so an. Auf den vielen kleinen Terrassen findet jeder sein privates Plätzchen. Die Einrichtung und Ausstattung ist sehr geschmackvoll und hübsch. Und: endlich mal richtig gutes WLAN. Da ich mich sonst immer darüber ärgere, muss ich das einfach mal lobend erwähnen. Ansonsten wäre ein Wasserkocher auf dem Zimmer noch sehr schön gewesen. Und ein paar dicke Decken. Aber die braucht man wohl auch nur im Oktober.

www.casatalia.it

Walton Court, Oysterhaven Bay

Nachdem ich in diesem Blog eigentlich kleine, feine Hotels vorstelle, kommt jetzt wieder ein Ausreißer. Das Walton Court ist kein Hotel. Aber Ferienhäuser mit angeschlossener Gastronomie sind ja immerhin nah dran.

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Alle anderen Kriterien dieses Blogs erfüllt das Walton Court aber ganz wunderbar: Es ist zum Beispiel klein. Ungefähr zehn oder elf Ferienhäuser gruppieren sich in einer malerischen Landschaft um das beeindruckende, uralte Herrenhaus. Zentraler Punkt ist der Innenhof. Hier findet man auch das kleine Café und den Pool.

DP1Q0418Wenn man mit Kindern unterwegs ist, muss man sich eigentlich gar nicht vom Fleck bewegen. In Irland ist es zwar gelegentlich ziemlich frisch – aber im überdachten Pool kann man bei angenehmen 27 Grad im Prinzip den ganzen Tag verbringen.

Die Anlage besteht aus zwei Teilen. Dem alten, gewachsenen Gehöft rund um das Herrenhaus. Mit Blick auf den Innenhof kann man zum Beispiel den alten Kornspeicher oder die ehemalige Bäckerei mieten. Die Inhaber der Anlage haben hier mit viel Liebe zum Detail wunderschöne, gemütliche Wohnungen mit viel Patina geschaffen. Große Kamine, alte irische Möbel und viel Stein und Holz passen einfach perfekt zu der rauhen, irischen Landschaft. Es gibt auch einige neue Ferienhäuser. Die sind natürlich auch gemütlich und schön. Allerdings im direkten Vergleich auch etwas unlebendig. Außerdem ist die Einrichtung nicht so typisch und antik wie in den Cottages. Das ist ein bisschen schade. Ein IKEA-Bett habe ich schließlich auch zu Hause.

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Die Anlage ist wirklich ideal für Kinder. Das einzige, was man verbieten muss, ist alleine ans Meer zu gehen. Ansonsten gibt es keine Gefahren. Die Kinder springen einfach nach Herzenslust herum, treffen sich im Innenhof und nutzen die vielfältigen Angebote der Anlage. Für Ausflüge und zum Essen muss man sie dann regelrecht einfangen.

Zum Land selber muss man eigentlich nicht viel sagen. Irland ist wunderschön. Wobei rund um Oysterhaven Bay und Kinsale – die größte Stadt in der Nähe – die Landschaft etwas weniger rauh und wild ist, als ich es aus Irland kenne. Die Temperaturen klettern auch im Hochsommer nicht über 20 Grad. Trotzdem waren wir einige Male im Meer. Allerdings nur für jeweils fünf Minuten.

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http://www.waltoncourt.com